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Medien, Orte und Rituale von und unter Frauen.
Zur Kulturgeschichte Weiblicher Kommunikation in der Habsburger Monarchie 

Internationaler Workshop, 21.–23. Mai 2018, Schloß SMOLENICE

Veranstalter Eötvös-Loránd-Universität, Historisches Institut, Forschungszentrum für Frauengeschichte in Zusammenarbeit mit  Universität Wien, EVSL, Finno-Ugristik, Historický ústav Slovenskej akadémie vied, Bratislava

Finanzieller unterstützer Stiftung Aktion Österreich-Ungarn

Der Workshop widmet sich Themenkomplexen die von der kultur-, sozial- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung bisher nur wenig behandelt wurden. Diesem Defizit möchte diese Veranstaltung durch eine interdisziplinäre Auseinandersetzung begegnen. Dabei sollen die Wissens-, Beziehungs- und Kommunikationskulturen von Frauen unterschiedlicher sozialer Milieus im Zeitraum von 16. bis zum 19. Jahrhundert im Kontext der Habsburger Monarchie, ihre Medien und Orte, weibliche Schreib-, und Briefkulturen, Freundschaftskreise, sowie Räume der Kontaktpflege im Mittelpunkt des Austausches stehen. Aber auch grundlegende Fragen zum Kontext weiblicher Rollenkonstruktionen, Beziehungspflege und -stiftung, der gesellschaftlichen, politischen, kulturellen oder mentalen Bedeutung und Prägekraft weiblicher Beziehungsnetze und Kommunikationssysteme, zu weiblicher Wissensvermittlung, Informations-, und Rechtsprechungskultur sollen an den beiden Workshop tagen erörtert werden.

Dienstag, 22. Mai 2018

10.00-11.20 Sektion 1.: FORM UND SPRACHE: MEDIEN DER WEIBLICHEN KOMMUNIKATION

Chair: Krász Lilla (ELTE, Budapest)

SEIDLER, Andrea (EVSL, Univ. Wien): Josef von Sonnenfels, der Frauenkenner: Zu den Moralischen Wochenschriften eines Beamten Maria Theresias

MARKÓ,  Anita (EVSL, Univ. Wien): Netzwerkanalyse der Einträgerinnen in ungarische Stammbüchern

GÉRA, Eleonóra (ELTE, Budapest): Briefe einer Pester Diakonissin aus Kaiserwerth und aus  Beirut (1863-1868)

SZÍVÓS, Erika (ELTE, Budapest): Aussagen für die Nachwelt? Die Jahrhundertwendeim Spiegel weiblicher Memoiren.

11.20-12.00: Diskussion

14.00-15.20 Sektion 2.: ORTE UND RITUALE DER WEIBLICHEN HANDLUNGSWELT

Chair: Andrea Seidler (EVSL, Univ. Wien)

HORN, Ildikó (ELTE, Budapest): Nonnenkloster als Nachrichtenzentrum. Das Leben bei den Pressburger Klarissen im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts

PESTI, Brigitta (EVSL, Univ. Wien): Die Rolle der Frau in der Literaturförderung der frühen Neuzeit

BALÁŽOVÁ, Barbara (Umenovedný ústav SAV, Bratislava): Malerinnen, Bildhauerinnen, Künstler Frauen

DUCHOŇOVÁ, Diana (Historický ústav SAV, Bratislava): Weibliche Familien rollen: Mutter, Gemahlin, Frauenzimmer. Orte weiblicher Kommunikation in Aristokratenfamilien

15.20-16.00: Diskussion

 

16.20-17.20 Sektion 3.: WEIBLICHE ROLLENKONSTRUKTIONEN

Chair: Pesti Brigitta (EVSL, Univ. Wien)

V. BALOGH, Judit (EKE, Eger): Weibliche Rollenkonstruktionen der Reformation im Oberungarn des 16. Jahrhunderts

LENGYELOVÁ, Tünde (Historický ústav SAV, Bratislava): Bildung und Vorwärtskommen. Handlungsmöglichkeiten frühneuzeitlicher Frauen in den Kreisen ausserhalb der Familie

VÁRKONYI Gábor (ELTE, Budapest): Heirat und öffentliches Leben. Handlungsspielräume der Aristokratenfrauen im Ungarn der Frühen Neuzeit

FUNDÁRKOVÁ, Anna (Historický ústav SAV, Bratislava): Cherchez la femme, oder starke Frauen an der Seite starker Männer. Die herausragenden Frauenfiguren in der Familie Pálffy im 16.-17. Jahrhundert: Maria Fugger und Franziska Khuen de Belasy.

17.20-17.50: Diskussion

 

Mittwoch, 22 Mai 2018

10.00-11.00 Sektion 4.:FRAUEN VOR GERICHT

Chair: Tünde Lengyelová (Historický ústav SAV, Bratislava)

SZEGHYOVÁ, Blanka (Historický ústav SAV, Bratislava): Kommunikation und Strategien angeklagter Frauen vor Gericht

KRÁSZ, Lilla (ELTE, Budapest): Arm, verlassen und ausgeliefert sein. Anthropologie der Personenbeschreibung über „entflohene Frauen” im Königreich Ungarn des 18. Jahrhunderts

PALENČÁROVÁ, Radka (Historický ústav SAV, Bratislava): KleineMenschen, grosse Probleme. Die Kommunikation ländlicher Frauen vor Gericht

11.00-11.20: Diskussion

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